Unsere Loge
Freimaurerei
Mitgliedschaft
Links
Kontakt
Arbeitsplan
Startseite
|
Am 24. Juni 1717 (am Johannistag) schlossen sich in London vier seit Jahren bestehende Logen zur ersten
Freimauergroßloge, der Ersten Großloge von England, zusammen. Daher wird seither auch der
Begriff "Johannisfreimaurerei" und "Johannisloge" verwendet. Damals gab es bereits in anderen
Ländern wie Frankreich und Deutschland Freimaurerlogen. 1717 gilt jedoch als das offizielle
Gründungsjahr der "modernen" Freimaurerei.
Über den Ursprung der Freimaurerei gibt es verschiedene Meinungen. Der gängigsten
Theorie nach ist der Freimaurerbund aus der Bruderschaft der Steinmetze und deren (Dom-) Bauhütten
hervorgegangen. Geschichtlich waren die zunftmäßig organisierten Handwerker mit den
Klöstern, namentlich denen der Benediktiner und Zisterzenser, eng verbunden.
Später, etwa ab dem 9. Jahrhundert, emanzipierten sie sich und schlossen sich dem Bund deutscher
Steinmetzen unter der Leitung von vier Haupthütten an, unter denen die Straßburger Hütte
eine herausragende Stellung einnahm.
Im 11., 12. und 13. Jahrhundert prosperierten die Steinmetzbruderschaften in ganz Europa. Da auch hier
Lesen und Schreiben kaum verbreitet war, wurden ihr Wissen, ihre Bräuche und Gesetze mündlich
weitergegeben.
Die Tradition der Passwörter, Erkennungszeichen und -griffe sowie vieler Symbole stammt aus dieser
Zeit und ist noch heute in der Freimaurerei lebendig. Die vorhandenen Steinmetzordnungen im
deutschsprachigen Raum, die älteste stammt aus dem Jahr 1459, deuten bereits auf einen über
ganz Deutschland und die Schweiz verzweigten Bund hin.
An der Spitze der Steinmetzbruderschaft stand ein gewählter Vorsteher, der Stuhlmeister, welcher in
jedem Jahr neu gewählt wurde und z.B. alle Streitigkeiten schlichtete. Die übrigen Brüder
waren gleichberechtigt. Aus der Handwerkstradition stammt auch die noch heute existierende
Dreistufengliederung der Brüderschaft in Lehrlinge, Gesellen und Meister. Heute nehmen sich die
Freimaurer-Meister der Gesellen, jene wiederum der Lehrlinge an.
Es gilt als sicher, dass viele auch vormittelalterliche Traditionen in die Freimaurerei hineinwirkten,
wobei es unterschiedliche Theorien über die historischen Wurzeln gibt. Einflüsse aus den
ägyptischen und griechischen Mysterienbünden, aus dem Templerorden, dem Rosenkreuzertum, der
Kabbalah sowie dem Gnostizismus und Christentum sind erkennbar. Aus diesen Traditionen stammen auch
viele Symbole der Freimaurer. Damit liegen die Wurzeln der Freimaurerei sowohl in der
Bauhüttentradition als auch in den mystischen Überlieferungen des Abendlandes und des Orients.
Das hauptsächliche Gedankengut und die zentralen Werte der Freimaurerei jedoch entstammen dem Geist
der Aufklärung, also der Zeit der Gründung der Mutterloge in London am Anfang des 18.
Jahrhunderts. Toleranz, brüderliche Liebe, Humanität, das sind eindeutig Werte, die das
Zeitalter der Aufklärung zur vollen Blüte gebracht hat und die ja auch unser heutiges,
modernes Leben nachhaltig bestimmen – etwa im Gedanken der Demokratie.
|